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AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Diese Bedingungen regeln die Nutzung der Safebird-Plattform durch Unternehmer — insbesondere Versicherungs- und Finanzvermittler, Vertriebe und Plattformen. Stand: Juli 2026.

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform Safebird zwischen safebird.ai, betrieben von Marcel Heinz (nachfolgend „Safebird“), und dem jeweiligen Kunden.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, insbesondere an Versicherungs- und Finanzvermittler, Vertriebsorganisationen, Versicherer und Plattformen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen.

Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn Safebird ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.

2. Vertragsgegenstand

Safebird stellt eine Plattform bereit, mit der Kunden einen KI-Assistenten in eigener Marke für Erstgespräche mit Interessenten und Bestandskunden einsetzen können — per Chat und Telefonie —, einschließlich strukturierter Bedarfserfassung, Dashboard, Exporten und Schnittstellen.

Safebird erbringt keine Versicherungsvermittlung, Versicherungsberatung, Rechts- oder Steuerberatung. Der KI-Assistent gibt keine Versicherer-, Tarif- oder Rechtsempfehlungen ab. Die fachliche Beratung der Endkunden, die Produktauswahl und die Erfüllung berufsrechtlicher Pflichten (insbesondere nach GewO, VersVermV und IDD) verbleiben vollständig beim Kunden.

Von Safebird oder dem KI-Assistenten erzeugte Inhalte (z. B. Zusammenfassungen, Bedarfsanalysen, Textentwürfe) sind Arbeitsgrundlagen, die der Kunde vor einer Verwendung gegenüber Endkunden fachlich prüft.

3. Vertragsschluss und Tarife

Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Kunden und die Freischaltung des Kontos durch Safebird zustande, spätestens jedoch mit der ersten Bereitstellung der Leistung.

Der Leistungsumfang ergibt sich aus dem gewählten Tarif (derzeit Starter, Pro, Enterprise) gemäß der bei Vertragsschluss gültigen Preisübersicht auf safebird.ai. Enterprise-Verträge können individuelle Regelungen enthalten, die diesen AGB vorgehen.

4. Preise und Abrechnung

Die Vergütung setzt sich aus einer monatlichen Grundgebühr des gewählten Tarifs und einer nutzungsbasierten Abrechnung erfolgreicher Outreaches zusammen, soweit diese das im Tarif enthaltene Kontingent übersteigen.

Als erfolgreicher Outreach zählt ausschließlich eine abgeschlossene Erstaufnahme mit strukturierter Bedarfsanalyse. Kontaktversuche ohne Zustandekommen eines Gesprächs — insbesondere Anrufe ohne Annahme — werden nicht berechnet.

Alle Preise verstehen sich zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Abrechnung erfolgt monatlich; die Zahlung erfolgt über den von Safebird eingesetzten Zahlungsdienstleister.

5. Verfügbarkeit und Weiterentwicklung

Safebird erbringt die Leistung mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns und strebt eine hohe Verfügbarkeit der Plattform an. Wartungsfenster, Weiterentwicklungen sowie Störungen außerhalb des Einflussbereichs von Safebird (z. B. bei Unterauftragnehmern, Netz- oder Telefonie-Infrastruktur) können die Verfügbarkeit vorübergehend einschränken.

Safebird entwickelt die Plattform laufend weiter und darf Funktionen ändern oder ersetzen, soweit der Vertragszweck dadurch nicht gefährdet wird.

Safebird schuldet die Bereitstellung der Plattform, nicht den Eintritt bestimmter Vertriebsergebnisse des Kunden (z. B. eine bestimmte Zahl an Anfragen, Terminen oder Abschlüssen).

6. Pflichten des Kunden

  • Der Kunde nutzt die Plattform nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB und stellt sicher, dass auch seine Mitarbeiter dies tun.
  • Der Kunde ist für die rechtliche Zulässigkeit der von ihm veranlassten Ansprache seiner Kontakte verantwortlich, insbesondere für erforderliche Einwilligungen in Werbeansprachen per Telefon oder E-Mail (§ 7 UWG) und die Information seiner Endkunden über den Einsatz eines KI-Assistenten, soweit gesetzlich geboten.
  • Der Kunde konfiguriert seinen Assistenten wahrheitsgemäß (insbesondere Markenauftritt und Pflichtangaben) und speist keine rechtswidrigen Inhalte ein.
  • Der Kunde behandelt Zugangsdaten und API-Schlüssel vertraulich und informiert Safebird unverzüglich über eine mögliche Kompromittierung.
  • Der Kunde prüft die vom Assistenten erfassten Ergebnisse fachlich, bevor er sie gegenüber Endkunden verwendet oder darauf gestützt berät.

7. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Soweit Safebird personenbezogene Daten von Endkunden im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Einzelheiten unter safebird.ai/auftragsverarbeitung.

Der Kunde bleibt datenschutzrechtlich Verantwortlicher für die Daten seiner Interessenten und Kunden und stellt die erforderlichen Rechtsgrundlagen und Informationen nach Art. 13/14 DSGVO bereit.

8. Laufzeit und Kündigung

Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats gekündigt werden, soweit im Tarif oder in einer Enterprise-Vereinbarung nichts anderes geregelt ist.

Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Nach Vertragsende stellt Safebird dem Kunden seine Daten auf Anforderung in einem gängigen Format (z. B. CSV, JSON) zum Export bereit und löscht sie anschließend nach Maßgabe der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen.

9. Haftung

Safebird haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet Safebird nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und begrenzt auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden.

Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Datenverluste, die bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden vermeidbar gewesen wären, ist bei einfacher Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

Für Ergebnisse der KI-gestützten Verarbeitung gilt ergänzend: Sie sind maschinell erzeugte Arbeitsgrundlagen; für ihre fachliche Richtigkeit im Beratungskontext des Kunden übernimmt Safebird keine Gewähr, soweit der Kunde seiner Prüfpflicht nach Ziffer 6 nicht nachgekommen ist.

10. Änderungen dieser AGB

Safebird kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aus triftigen Gründen (insbesondere Rechtsänderungen, Weiterentwicklung der Leistung) erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt.

Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Folge wird in der Ankündigung hingewiesen.

11. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Leipzig, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

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